Anfahrt RT-Sporthalle

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Veröffentlicht am 20. Oktober 2015
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Adresse:

RT-Sporthalle (neben dem Wörhdbad)
Lieblstraße 26
93059 Regensburg


 

 
 

Spielordnung / Regeln

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Veröffentlicht am 12. Oktober 2015
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About Hockey

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Veröffentlicht am 12. Oktober 2015
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Hockey (altfrz. hoquet, „Schäferstock“) ist ein mit Hockeyschlägern auszuführendes Torspiel, das auf Rasen (heutzutage vorwiegend auf Kunstrasen) als Feldhockey und in der Halle als Hallenhockey gespielt wird. Hockey ist seit 1908 olympische Sportart. Der Welthockeyverband ist die Fédération Internationale de Hockey.

Ausgehend vom traditionellen Hockey, das in der Schweiz auch Landhockey genannt wird, haben sich weitere Hockeysportarten gebildet, von denen Eishockey die bekannteste ist, andere sind: Rollhockey, Inlinehockey, Unihockey/Floorball, Einradhockey und Rollstuhl-Hockey.

Verbreitung und Geschichte

Hockey ist eine Mannschaftssportart. Im mitteleuropäischen Raum wird neben Feldhockey auch Hallenhockey (nur in den Wintermonaten) gespielt, wobei das Regelwerk leicht von dem des Feldhockeys abweicht. Das internationale Hockey wurde lange Zeit von den ehemaligen britischen Kolonien Indien und Pakistan dominiert, die traditionell über technisch sehr versierte Spieler verfügten. Seit Ende der 1980er Jahre wird Hockey zunehmend durch Athletik und Taktik geprägt. Die europäischen Länder Niederlande, Spanien und Deutschland sowie Australien gelten momentan im Herrenhockey als führend. Bei den Damen sind als aktuell stärkste Nationen Australien, die Niederlande und Argentinien zu nennen.

Das älteste schriftlich überlieferte Hockeyregelwerk der Welt, die Rules of Harrow, wurde 1852 in England veröffentlicht. 1860 wurde im englischen Blackheath der erste Hockeyverein gegründet, 1878 mit Hannover 78 der erste Verein in Deutschland. Hamburg ist heute die Hochburg des deutschen Hockeysports, mit den meisten Vereinsspielern und mit den erfolgreichsten Mannschaften. Das erste Wettspiel wurde in Deutschland allerdings in Bonn gespielt, 1896 zwischen englischen Schülern des Pädagogiums Bad Godesberg und deutschen vom Bonner Königlichen Gymnasium. Bereits 1899 fand das erste Wettspiel der Damenmannschaft des Berliner Damen Hockey Club statt. Ebenfalls zuerst in Berlin, wurde 1902 der Berliner Hockey-Verband als erster regionaler Hockeyverband in Deutschland gegründet. 1908 nahm eine Mannschaft des Uhlenhorster HC für Deutschland am ersten olympischen Hockeyturnier teil.

Am 31. Dezember 1909 wurde in Bonn der Deutsche Hockey-Bund gegründet. 1913 wurde der Österreichische Hockeyverband (ÖHV) gegründet, 1919 der Schweizerische Landhockey Verband, der sich 2015 in Swiss Hockey umbenannte. Am 7. Januar 1924 gründeten sieben Nationen (Belgien, Frankreich, Spanien, Österreich, Schweiz, Tschechoslowakei, Ungarn) den Weltverband FIH (Fédération Internationale de Hockey). Anfang der 1950er Jahre wurde auch in der Halle mit Hockey begonnen. Die Regeln wurden in Österreich und Deutschland verfasst und gelten heute noch im Prinzip unverändert, wurden in den letzten Jahren aber den aktuellen Entwicklungen angepasst.

Der oft (auch kritisch) bemerkte Umstand, dass hockeyspielende Frauen Röcke tragen, rührt daher, dass Hockey eine der ältesten Sportarten ist, die auch Frauen überhaupt zugänglich war. Sie spielten schon um 1900 Hockey, damals freilich in knöchellangen Röcken. Mit dem Wandel der Sitten konnten die Röcke Stück für Stück den sportlichen Erfordernissen angepasst werden. Auch der Umstand, dass man im deutschen Sprachraum allgemein von Damenhockey, nicht von Frauenhockey spricht, beruht auf der vergleichsweise langen Tradition. In den Hockeyländern (abgesehen von Indien und Pakistan, in denen Frauen keinen gleichberechtigten Zugang zum Sport haben), zum Beispiel Niederlande, Großbritannien, Australien, Argentinien, Südkorea, Deutschland, wird Hockey von Frauen in ähnlicher Leistungsbreite und Leistungsdichte betrieben wie von Männern.

In Deutschland gibt es derzeit rund 80.000 Hockeyspieler, die in knapp 400 Vereinen organisiert sind.

Ausrüstung

Beim Hockey ist nur für den Torwart eine spezielle Schutzausrüstung erlaubt. Für Feldspieler sind nur bestimmte Ausrüstungsteile zugelassen, um Verletzungen vorzubeugen. Außerdem wird ein Vereinstrikot getragen. Während des Spiels muss die Ausrüstung korrekt getragen werden, falls nicht, kann der Schiedsrichter eine Strafe für „unkorrekte Ausrüstung“ aussprechen.

Spielerausrüstung
- Hallen-, bzw. Feldhockeyschläger
- Trikot mit Spielernummer
- kurze Hose/kurzer Rock
- Stutzen
- Schienbeinschützer (wird vom Regelwerk nicht vorgeschrieben, jedoch tragen in der Regel alle Feldspieler welche)
- Mundschutz (ebenfalls vom Regelwerk nicht vorgeschrieben, manchmal eine recht teure Spezialanfertigung vom Zahnarzt, es sind aber vor allem billigere, aber weniger schützende Versionen im Handel erhältlich und auch üblich)
- Schutzhandschuh (in der Halle üblich aber freiwillig, im Feld kaum getragen; der Schutzhandschuh befindet sich aufgrund der üblichen Schlägerhaltung fast immer an der linken Hand)
- Gesichtsmasken für die Verteidiger (bei Strafecken, freiwillig)

Torwartausrüstung
- Beinschoner (Kicker, Schienen)
- Brustpanzer
- Suspensorium
- Halskrause/Kehlkopfschutz
- Helm mit Gitter
- Hose
- Stockhandschuh
- Trikot
- Torwartkelle (spezieller Hockeystock)

Um spielfähig zu sein, benötigt der Torwart lediglich Helm, Handschuh und Suspensorium.

Regeln

Beim Hockey treten zwei Mannschaften, die aus jeweils zehn Feld- und einem Torspieler bestehen (in der Halle fünf Feldspieler und Torwart und beim Kleinfeld sechs Feldspieler und Torwart), gegeneinander an. Außerdem sind bis zu fünf Wechselspieler erlaubt, die jederzeit wechseln dürfen (Interchanging). Es darf so oft gewechselt werden, wie man will. Gespielt wurde früher auf Naturrasen (und ausnahmsweise auf Hartplätzen u. ä.), inzwischen wird hochklassiges Hockey fast ausschließlich auf Kunstrasen gespielt (ein Vorteil ist z. B. die ebenere Oberfläche, die schnelleres Tempo und bessere Ballkontrolle ermöglicht, sowie die Wetterunabhängigkeit des Rasens). Im Unterschied zu anderen Ballsportarten ist Hockey grundsätzlich ein körperloses Spiel, d. h. der Gegenspieler darf nicht abgedrängt oder aktiv abgeblockt werden.

Feldhockey-Spiele dauern 2×35 Minuten, Hallenhockey-Spiele 2×30 Minuten; im Jugendbereich und auf Turnieren wird auch kürzer gespielt. Bei längeren Unterbrechungen wird die Zeit angehalten. Seit 2007 darf jede Mannschaft pro Halbzeit eine Auszeit von einer Minute nehmen. Bei kürzeren Spielen wird die Anzahl der Auszeiten verringert.

Die FIH wird ab September 2014 die Spielzeit vom Feldhockey international ändern. Ab dann wird von zwei Halbzeiten von je 35 Minuten Spieldauer zu vier Spielvierteln à 15 Minuten gewechselt. Außerdem wird eine 40 Sekunden dauernde Auszeit bei Strafeckenverhängung sowie nach Erzielen eines Tores eingeführt. Bei einer Strafecken-Wiederholung wird keine neue Auszeit gewährt. Diese Änderungen finden bei allen Champions Trophys, World League Turnieren, Kontinental-Meisterschaften und bei den Olympischen Sommerspielen Anwendung.

Der Spielball darf weder den Fuß noch irgendetwas anderes außer der flachen Seite des Schlägers berühren. Nur der Torwart darf den Ball innerhalb des eigenen Schusskreises auch mit dem Körper abwehren. Bei unabsichtlichen Regelverstößen der verteidigenden Mannschaft innerhalb des Schusskreises gibt es eine Strafecke, auch „kurze Ecke“ genannt. Bei absichtlichen Verstößen wird ein Siebenmeter verhängt.

Im Feldhockey darf der Ball hoch gespielt werden, wenn er für die Spieler nicht gefährlich ist. Nur beim Torschuss darf der Ball hoch geschlagen, ansonsten nur geschlenzt werden.

Spielfeld
Das Spielfeld ist 91,4 m × 55 m groß (Feldhockey, bei Hallenhockey kleiner). Die beiden Spielfeldhälften werden jeweils durch eine 22,9 m von der Torauslinie entfernte Viertellinie unterteilt. 6,40 m (? 7,00 Yards) vor der Tormitte befindet sich der so genannte Sieben-Meter-Punkt (für Strafstöße). Außerhalb des regulären Punktspielbetriebes wird auch Kleinfeldhockey gespielt.

Gespielt wird heute zumeist auf Kunstrasenplätzen, teilweise auch noch auf Rasen (Naturrasen).

Feldhockeyspielfeld   Hallenhockeyspielfeld

Ziel des Spieles

Das Ziel ist es, den Ball (meist ein Kunststoffball von 22,4 bis 23,5 cm Umfang, also 7,1 bis 7,5 cm Durchmesser, früher aus Leder oder Presskork) in das 2,14 m hohe Tor zu schießen, wobei der Ball nur mit der flachen Seite des Schlägers gespielt werden und der Torschuss nur in dem vor dem Tor markierten Schusskreis erfolgen darf. Dieser Schusskreis ist ein von der Tormitte ausgehender gedachter Halbkreis mit dem Radius 14,63 m (Feldhockey, Hallenhockey: 9 m).

Strafecke
Eine Besonderheit im Hockey ist die sogenannte Strafecke oder "kurze Ecke". Sowohl im Feld- als auch im Hallenhockey erfolgt bei einem Regelverstoß der verteidigenden Mannschaft im Schusskreis oder auch bei groben Regelverstößen außerhalb des Schusskreises, eine Strafecke.

Bei einer Strafecke begeben sich bis zu vier Spieler plus Torwart der verteidigenden Mannschaft auf Höhe der Torauslinie neben oder in das Tor. Sie müssen alle mit den Füßen hinter der Linie stehen. Die anderen Verteidiger müssen sich hinter die Mittellinie begeben. Ein Spieler der angreifenden Mannschaft („Herausgeber“) befindet sich mit dem Ball auf der Höhe der Torauslinie, eine beliebige Anzahl an weiteren Angreifern hält sich außerhalb des Schusskreises auf. Nachdem der Schiedsrichter die Ecke freigegeben hat erfolgt durch den Herausgeber ein Anspiel auf einen der Angreifer, erst wenn dieses Abspiel erfolgt ist dürfen die Abwehrspieler den Schusskreis betreten. Die Angreifer nehmen den Ball in der Regel außerhalb des Schusskreises an, da der Ball mindestens einmal den Kreis verlassen muss, bevor ein Torschuss erfolgen darf. Den Angreifern stehen mehrere Optionen offen, zum Beispiel Annahme und Torschuss durch ein und denselben Spieler, Annahme durch den Stopper und Torschuss durch einen anderen Spieler, oder auch ein Abspiel.

Die Wahrscheinlichkeit, dass bei solch einer Strafecke ein Tor fällt, ist hoch, obwohl die Spieler der anderen Mannschaft versuchen, den Eckball abzuwehren. Zur Abwehr einer Strafecke dürfen von den Verteidigern Gesichtsmasken getragen werden.

Siebenmeter
Ein Siebenmeter wird bei absichtlichen Regelverstößen der Verteidiger im Schusskreis verhängt, oder bei Regelverstößen, die ein Tor oder zumindest eine nahezu hundertprozentige Torchance verhindert haben. Während der Ausführung des Siebenmeters wird die Zeit angehalten.

Persönliche Strafen
- Grüne Karte: Die grüne Karte bedeutet eine ernsthafte Verwarnung eines Spielers bei einem Regelverstoß. Seit August 2011 ist sie international mit einer Zeitstrafe von zwei Minuten beim Feldhockey und 1 Minute beim Hallenhockey verbunden. National wird nur beim Feldhockey eine Zeitstrafe von 2 Minuten bis 5 Minuten ausgesprochen. Maximal sollen insgesamt drei grüne Karten je Verein verhängt werden. Ein Spieler kann nur eine grüne Karte erhalten, sein nächster Regelverstoß hat eine gelbe Karte zur Folge.
- Die gelbe Karte bedeutet einen Ausschluss auf Zeit von 2 bis 5 Minuten auf Kleinfeld-Feldhockey, 2 bis 10 Minuten beim Hallenhockey, sowie 5 bis 15 Minuten beim Großfeld-Feldhockey. Dabei spielt die Mannschaft mit einem Spieler weniger. Begeht ein Spieler beim Großfeld-Feldhockey einen technischen Regelverstoß ohne Körperkontakt, müssen die Schiedsrichter ihn für mindestens 5 Minuten des Feldes verweisen. Bei Foulspiel mit Körperkontakt muss der Spieler für 10 Minuten das Spielfeld verlassen. Begeht der Spieler nach Verhängen einer Zeitstrafe, aber vor dem Anpfiff der Spielfortsetzung, ein weiteres Vergehen, erhöht sich die ausgesprochene Zeitstrafe um 5 Minuten. Wenn ein Auswechselspieler oder Betreuer auf Zeit vom Spiel ausgeschlossen wird, müssen sie sich auf der Sitzgelegenheit für auf Zeit vom Spiel ausgeschlossene Spieler aufhalten. Außerdem muss der Mannschaftsführer einen seiner auf dem Spielfeld befindenden Spieler benennen, der auf der Mannschaftsbank oder an der Stelle, an der diese stehen müsste, Platz nehmen muss, jedoch als Auswechselspieler zur Verfügung steht. Auf Zeit ausgeschlossene Spieler oder Betreuer dürfen sich in der Halbzeitpause bei ihrer Mannschaft aufhalten. Und müssen zu Beginn der zweiten Halbzeit zu der vorbestimmten Stelle wieder zurückkehren, bis die Strafzeit abgelaufen ist. Sie dürfen auch an einer Besprechung im Rahmen einer Auszeit teilnehmen.
- Die gelb-rote Karte bedeutet für den Spieler oder Betreuer den Ausschluss für die restliche Spieldauer. Der betroffene Spieler (oder Betreuer) muss das Spielfeld und dessen nähere Umgebung verlassen, seine Mannschaft spielt für den Rest des Spiels mit einem Spieler weniger. Die gelb-rote Karte wird verhängt, wenn ein Spieler, der im laufenden Spiel bereits eine Zeitstrafe oder gelbe Karte erhalten hat, einen Regelverstoß begeht, der eine weitere Zeitstrafe oder gelbe Karte zur Folge hätte. Eine gelb-rote Karte ist mit einer Sperre für das nächste Spiel verbunden. Im Hallenhockey darf sich die Mannschaft, dessen Spieler oder Betreuer eine gelb-rote Karte („zweite gelbe Karte“) erhalten hat, sich bei einer Spielzeit von 2 x 30 Minuten nach 15 Minuten, bei einer Spielzeit von weniger als 2 x 30 Minuten nach 10 Minuten wieder vervollständigen.
- Die rote Karte ist die höchste Bestrafung beim Hockey. Der betroffene Spieler (oder Betreuer) muss das Spielfeld und dessen nähere Umgebung verlassen, seine Mannschaft spielt für die restliche Spielzeit mit einem Spieler weniger. Die Schiedsrichter müssen einen ausführlichen Bericht zu der roten Karte verfassen und an den zuständigen Ausschuss schicken. Der Spieler ist mindestens für die nächsten zwei Spiele gesperrt, wenn der zuständige Ausschuss nicht eine längere Sperre beschließt.

Videobeweis
Seit den Olympischen Spielen in London 2012 kann jede Mannschaft pro Halbzeit bei strittigen Spielsituationen im 23 Meter Bereich um das Tor (gegnerischer Fuß blockt Ball; Ball wird über Schulterhöhe gespielt etc.) einen Videobeweis einfordern. Um einen Videobeweis einzufordern, muss ein Spieler das dem Schiedsrichter mit einem 'T' symbolisieren. Fällt der Videobeweis zu Gunsten der beantragenden Mannschaft aus, so verbleibt ihr die Möglichkeit eines weiteren Videobeweises in dieser Halbzeit. Andernfalls hat die Mannschaft ihr Recht auf einen weiteren Videobeweis vergeben. Falls es auch im Videobeweis nicht zu sehen ist, ob die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters richtig oder falsch war gibt es noch immer die Möglichkeit eines erneuten Videobeweises, die Tatensachenentscheidung des Schiedsrichters zählt dann allerdings. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, dass der Schiedsrichter selbst einen Videobeweis einfordert, um bei einer für ihn schwierig zu entscheidenden Situation Klarheit zu bekommen.

Hallenhockey

Verbreitung
Hallenhockey ist eine Variante des Hockeys, die zunächst im mitteleuropäischen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich) verbreitet war. Inzwischen wird auch in Osteuropa viel und erfolgreich Hallenhockey gespielt. Hallenhockey entstand zur Überbrückung der Wintermonate, in denen ein Spiel auf dem Feld nicht möglich war. Nunmehr wird regelmäßig im Sommer auf dem Feld und im Winter in der Halle gespielt. Seitdem im Hallenhockey Weltmeisterschaften ausgetragen werden, erfährt dieser Sport auch in anderen Ländern größere Popularität. Einige Hockeynationen ohne Spielverkehr in der Halle wie die Niederlande, England, USA, Kanada und Australien nehmen mittlerweile recht erfolgreich an internationalen Hallenturnieren teil.

Neben Weltmeisterschaften werden im Hallenhockey auch Europameisterschaften für Nationalmannschaften und europaweite Wettbewerbe für Vereinsmannschaften ausgetragen.

Spielweise
Im Hallenhockey ist die Seitenauslinie mit Banden versehen. Es wird mit sechs Spielern gespielt. Vorübergehed (2014–2015) wurde international mit fünf Spielern gespielt, 2016 kehrte die FIH zur ursprünglichen Spielerzahl zurück. Der Ball ist etwas leichter als bei der Feldvariante. Im Gegensatz zum Feldhockey darf er nicht hoch gespielt werden, es sei denn, es ist ein Torschuss innerhalb des Schusskreises. Der Ball darf nur geschoben, aber nicht geschlagen oder geschlenzt werden. Schlenzen ist nur bei einem Torschuss innerhalb des Schusskreises erlaubt. Außerdem darf jeder Spieler nur mit höchstens zwei Punkten seines Körpers Bodenkontakte haben. Im Übrigen entsprechen Schlägerhaltung und Regeln weitgehend denen des Feldhockeys.

Die Spieler tragen üblicherweise einen Handschuh, um die Hand beim Stoppen des Balles zu schützen. Zu den im Spiel üblichen Tricks gehören Vorhand- und Rückhandzieher, außerdem auch schnelle Drehungen über die Rückhandseite des Gegners. Viele Tricks aus dem Feldhockey entfallen jedoch in der Halle, da der Ball nicht hoch gespielt werden darf. Stattdessen wird die Bande als „Mitspieler“ genutzt. Der flach zu spielende Ball kann nicht mehr in das Seitenaus gehen, sondern prallt wieder in das Feld zurück, was eine Selbstvorlage ermöglicht. Insbesondere auf der rechten Hallenseite ist dies ein Vorteil, da der Gegner dann die Bande auf der Rückhandseite hat.

Hockey5

Hockey5 ist eine Variante des olympischen Hockeys „Elf gegen Elf“. Es wird auf dem sogenannten "Kleinfeld" mit nur fünf Spielern in jeder Mannschaft gespielt. Die wichtigsten Abweichungen sind:

- kleineres Spielfeld, maximal 55 m x 41,70 m, ca. die Hälfte eines normalen Feldes (die Tore stehen auf den Seitenauslinien, so dass sie von den Viertellinien halbiert werden),
- fünf Spieler, einer davon ist der Torwart,
- es gibt keinen Schusskreis, ein Tor kann aus dem gesamten Feld heraus erzielt werden.

Mit der Einführung von Hockey5 im Juli 2013 verspricht sich der Welthockeyverband FIH bessere Entwicklungsmöglichkeiten insbesondere in den Ländern, in denen bisher kein Hockey gespielt wird. Mit dieser Neuregelung wurde vorübergehend auch im internationen Hallenhockey die Spielerzahl von sechs auf fünf reduziert, was in Deutschland auf heftige Kritik stieß. Ab 2016 wird Hallenhockey auch international wieder mit sechs Spielern (Hockey6) gespielt.

Bei den Zweiten Olympischen Jugendspielen 2014 in Singapur wurden die beiden Hockeyturniere in der Variante Hockey5 ausgetragen.

Hockey International

Die bedeutendsten Turniere für Nationalmannschaften sind die Olympischen Hockeyturniere, die Hockey-Weltmeisterschaften und die Champions Trophy, sowie die 2012 eingeführte Hockey World League. Diese Turniere werden durch den Welthockeyverband FIH organisiert. Von großer Bedeutung sind auch die Kontinental-Meisterschaften, die in Europa, Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien ausgetragen werden.

Die wichtigsten Turniere für Vereinsmannschaften sind der Europapokal der Landesmeister und der Europapokal der Pokalsieger. Durch die Neuschaffung der Euro Hockey League (EHL) der Männer im Jahr 2007 gibt es den klassischen Europapokal nur noch im Damenbereich. Alle diese Turniere werden vom europäischen Hockeyverband EHF organisiert.

Deutsche Erfolge
Feld Bei den Olympischen Spielen gewann die deutsche Herren-Nationalmannschaft 1972, 1992, 2008 und 2012 die Goldmedaille. Die Damen wurden 2004 Olympiasieger. Rekordweltmeister der Herren mit vier Titeln (1971, 1978, 1982 und 1994) ist Pakistan, dann folgen die Niederlande, die dreimal (1973, 1990 und 1998) erfolgreich waren. Bei der WM 2002 gewannen die deutschen Herren zum ersten Mal den Titel und konnten ihn 2006 vor heimischen Publikum in Mönchengladbach erneut erringen. Zudem siegte Deutschland zehn Mal bei der Champions Trophy. Die deutsche Damen-Nationalmannschaft gewann den Weltmeistertitel 1976 und 1981 sowie die Champions Trophy 2006. Die Europameisterschaft gewannen die Herren acht Mal und die Damen zwei Mal. Die Damen und die Herren sind beide aktuelle Europameister 2013. Im Finale der Feldhockey-Europameisterschaft der Damen 2013 besiegte das deutsche Team die Engländerinnen. Bei der Feldhockey-Europameisterschaft der Herren 2013 gewann die deutsche Mannschaft im Endspiel gegen Gastgeber Belgien.

Im Vereinshockey konnte bisher der UHC Hamburg (2008, 2010 und 2012) drei der fünf ausgetragenen Euro Hockey League-Saisons für sich entscheiden.

Halle In der Halle ist Deutschland die mit Abstand erfolgreichste Nation. Bis 2006 gewann das Männerteam alle zwölf der bis dahin ausgetragenen Europameisterschaften, musste in diesem Jahr im Vorrundenspiel gegen Polen beim 4:9 aber zum ersten Mal unter dem Hallendach eine Niederlage hinnehmen. Vorher gab es nur zwei Unentschieden 1988 gegen Frankreich und 2001 gegen Spanien, ansonsten wurden alle Spiele in der Halle gewonnen. Bei der nächsten EM 2008 verlor die Mannschaft das Finale gegen Russland, 2010 wurde gar nur der fünfte Platz belegt, bevor das Team 2012 und 2014 wieder den Titel errang. Die Frauen waren bislang bei 14 von 16 Austragungen siegreich.

Bei der ersten Hallen-WM 2003 in Leipzig gewannen beide Teams die Goldmedaille. 2007 verteidigten die Männer den Titel, während die Frauen Rang drei belegten. 2011 holten wieder beide Mannschaften den Titel. Bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft 2015 in Leipzig wurden die Herren Dritter und die Damen Zweite.

Österreichische Erfolge
Das Herrenteam gewann in der Halle 2010 den Europameistertitel sowie 2008 und 2012 die Bronzemedaille. Die U21-Herren erreichten bei den Hallen-Europameisterschaften 2007 und 2013 Gold sowie 2009 und 2011 jeweils Silber.

Spielbetrieb in Deutschland

In Deutschland ist der Deutsche Hockey-Bund als Dachorganisation tätig.

Dieser organisiert den Spielbetrieb im Feld- und Hallenhockey. Es gibt je eine eingleisige Bundesliga für Damen und Herren, mit zwölf Mannschaften. Darunter folgt die 2. Bundesliga, die jeweils in eine Nord und eine Südgruppe gegliedert ist. Anschließend kommen die vier Regionalligen (Süd, West, Ost, Nord), wobei es im Süden noch eine 2. Regionalliga mit je einer West- und einer Südstaffel (Hessen, Rheinland-Pfalz/Saar und Bayern, Baden-Württemberg) gibt. Alle Landesverbände betreiben unterhalb der Regionalliga eine Oberliga und mehrere Verbandsligen, siehe Hockey-Ligasystem in Deutschland.

Aktuelle Deutsche Meister sind auf dem Feld bei den Herren der Harvestehuder THC aus Hamburg und bei den Damen Rot-Weiss Köln, in der Halle bei den Herren ebenfalls der Harvestehuder THC und bei den Damen der Düsseldorfer HC (Stand: Februar 2015). Alle Deutsche Meisterschaften finden sich in der Liste der Deutschen Meister im Hockey.

Es gibt einen umfangreichen Spielbetrieb für Jugendliche (bis 18 Jahre), der nach Altersklassen gegliedert ist. In den sechs Altersklassen (Weibliche Jugend A und B, Männliche Jugend A und B, Mädchen A und Knaben A) werden auf dem Feld und in der Halle Deutsche Meisterschaften ausgetragen.

Hockey wird schon für Kinder ab vier Jahren angeboten. Für die verschiedenen Altersklassen ab zehn Jahren gibt es in allen Landesverbänden Meisterschaften. Bei den Jüngeren finden diese in Turnierform mit kindgerechten Regeln statt, bei den Älteren dann in Einzelspielen. Für Hockey spielt die körperliche Größe keine entscheidende Rolle, man braucht Kondition, Ballgefühl, Technik und taktisches Verständnis.

Quelle: Wikipedia.de

 

About Lacrosse

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Veröffentlicht am 12. Oktober 2015
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Lacrosse ist ein Mannschaftssport, der mit einem Lacrosseschläger und einem Hartgummiball gespielt wird und deswegen zu den Ballsportarten zählt. War er bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis und bei den Spielen 1908 in London eine Wettkampfdisziplin, bei den Spielen 1928 in Amsterdam, 1932 in Los Angeles und 1948 in London Demonstrationssport, verlor Lacrosse danach aber an Bedeutung. Lacrosse gilt neben Eishockey als kanadischer Nationalsport.

Geschichte

Das Spiel stammt von den Indianern der Ostküste und der Großen Seen, auf den Gebieten des heutigen Kanada und der USA. Sie nannten es Baggataway oder auch Tewaraathon („kleiner Bruder des Krieges“) und weihten es dem Kriegsgott. Nicht selten endeten diese Spiele, die zur Vorbereitung auf Kriege mit anderen Stämmen gespielt wurden, tödlich. Die Spiele wurden zum Teil mit mehr als 100 Spielern ausgetragen, und als Tor galt oft ein Stein oder ein Baum. Neben der für die Kriegführung als notwendig erachteten Vorbereitung des Teamgeists wurde das Spiel auch eingesetzt, um Streitigkeiten zwischen Stämmen und anderen Gruppen zu schlichten. Erstmals erwähnt wurde das Spiel 1634 von dem französischen Jesuitenmissionar Jean de Brébeuf in Ontario, den die Schläger an einen Bischofsstab erinnerten und der dem Spiel deshalb den Namen La Crosse gab, das französische Wort für Bischofsstab. In den 1850er Jahren fingen auch Weiße an, sich für Lacrosse zu interessieren. 1856 gründeten die Franzosen den ersten Club, den Montréal Lacrosse Club. Den Siegeszug begann Lacrosse im Jahr 1867. In diesem Jahr wurde der kanadische Verband, Canadian National Lacrosse Association, aus der Taufe gehoben, die Anzahl der Teams stieg von 6 auf ca. 80, und auch der erste Verein der USA wurde gegründet. Erstmals kam das Spiel nach England. 1874 gelangte Lacrosse nach Australien und 1878 nach Neuseeland. 1879 wurde der Dachverband in den USA gegründet.

Das erste Frauen-Lacrossespiel wurde 1890 an der Klosterschule St. Leonards in Schottland gespielt – eine Nonne las über Lacrosse und befand, dass dies eine gute Sportart für die von ihr unterrichteten Mädchen sei. Männer- und Frauen-Lacrosse wurde bis in die Mitte der 1930er Jahre ohne schützende Ausrüstung mit fast den gleichen Regeln gespielt. Zu dieser Zeit fingen die Regeln des Männer-Lacrosse an, sich stark zu verändern, während Frauen-Lacrosse weiterhin mit den ursprünglichen indianischen Regeln gespielt wurde. Bis etwa zur Jahrtausendwende beispielsweise spielten die Damen noch ohne feste Seitenlinien – vielmehr wurde als Anhaltspunkt eine Baumreihe, die nächste Wiese oder ein Strauch genommen. Heutzutage spielen Frauen und Männer Lacrosse nach völlig unterschiedlichen Regeln. Die Frauen-Lacrosseregeln limitieren den Schläger- und Körperkontakt, deshalb wird nur wenig Schutzausrüstung benötigt. Beim Männer-Lacrosse hingegen werden, ähnlich dem Eishockey, Helme, Rippen- und Schulterschutz und Handschuhe getragen.

Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis und bei den Spielen 1908 in London war Lacrosse bei den Männern Wettkampfdisziplin, bei den Spielen 1928 in Amsterdam, 1932 in Los Angeles und 1948 in London war es im olympischen Vorführungswettbewerb.

Anschließend allerdings versank der Sport Lacrosse für eine Weile in der Versenkung. Weder die Indianer noch die US-Amerikaner und Kanadier zeigten noch ein großes Interesse für den Sport. Er überlebte einzig als Collegesportart an einigen Prepschools der Ostküste. Dabei wäre es wohl auch geblieben, denn das Wachstum des Sports war durch einige Faktoren limitiert. Zum einen war der Sport durch seinen Charakter, ein „Sport der Elite“ zu sein, nur einer kleinen Bevölkerungsschicht zugänglich, zum anderen gab es nur wenige Indianer, die in der Kunst der Anfertigung von Lacrosse-Schlägern ausgebildet waren. Erst durch die Einführung des Kunststoffschlägerkopfs wurde Lacrosse dann einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. 2007 spielten rund 47.000 Kanadier eine vor allem in Kanada gespielte Variante des Lacrosse, das Box Lacrosse. Erheblich erfolgreicher ist noch Inter Crosse, das Männer und Frauen gemeinsam spielen und das ohne Kontakt gespielt wird. Es wird von 250.000 Kanadiern gespielt, darüber hinaus weltweit in 45 Staaten.

1987 wurde die National Lacrosse League (NLL) gegründet. Hier treten 9 Teams aus Vier kanadischen und Fünf US-amerikanischen Städten gegeneinander an. In den letzten sieben Jahren war die Mannschaft von Rochester mit Drei Meisterschaften die erfolgreichste.

1994 erhob das kanadische Parlament Lacrosse zur Nationalsportart. Bei der Weltmeisterschaft im australischen Perth besiegten die USA Kanada. Die Weltmeisterschaft 2006 fand in London, Ontario statt. 2007 fand die Indoor- oder Hallen-Weltmeisterschaft in Halifax statt.

Die Frauen spielten unter der Ägide der 1972 gegründeten International Federation of Women's Lacrosse Associations 2005 in Annapolis, Maryland. Australien gewann vor den USA, England und Kanada. Hier sind die US-Amerikanerinnen führend. Inzwischen gehören zehn internationale Teams zur Association.

Spielregeln

Allgemeines

Gespielt wird auf einem 45 m breiten und 102 m langen Feld. Das Tor ist 1,83 m x 1,83 m groß und befindet sich ähnlich wie beim Eishockey nicht am jeweiligen Spielfeldende, sondern 14 m davor. Der Ball besteht aus Hartgummi, hat einen Umfang von 20 cm und wiegt ca. 140 g. Er wird mit dem Schläger gefangen, getragen und geworfen. Der Schläger, genannt Crosse oder Stick, ist zwischen 101 und 183 cm lang und nicht dicker als 2,5 cm. Der Schlägerkopf besteht meist aus Kunststoff, kann aber auch aus Holz oder laminiertem Holz bestehen. Im Schlägerkopf ist ein Netz, die sogenannte „Pocket“, geknüpft, das gleichzeitig präzises Passen und Ballkontrolle ermöglichen soll. Der Schaft besteht entweder aus Holz, Aluminium, Titan oder kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff.

Gespielt wird bei den Herren 4 x 20 oder 4 x 15 (amerikanische Ligen) und bei den Damen 2 x 30 Minuten.

Spielablauf

Gestartet wird das Spiel bei den Herren mit einem Face-off, bei den Damen mit einem sogenannten Draw. Beim Face-off knien oder hocken die beiden Spieler der Mannschaften, die den Face-off durchführen, am Mittelpunkt gegenüber und versuchen nach dem Anpfiff, den Ball zu erobern oder einem ihrer Mitspieler zuzuspielen. Bei den Damen wird der Ball zum Draw zwischen die beiden Schläger der durchführenden Spieler geklemmt und beim Anpfiff in die Luft geworfen. Während des Spiels darf der Ball beliebig lang getragen werden; es gibt also keine Vorschrift, wann ein Ball gepasst werden soll. Die angreifende Mannschaft wechselt, wenn die Gegenmannschaft den Ball erobert hat. Zu jeder Zeit ist es einem verteidigenden Spieler erlaubt, den Schläger des Gegenspielers mit dem eigenen Schläger zu schlagen, um den Ball freizubekommen. Bei den Herren ist der Kontakt zwischen den Spielern Teil des Spieles, weshalb diese den Gegenspieler auch mit Körpereinsatz vom Ball trennen bzw. fernhalten dürfen. Damen-Lacrosse kennt hingegen keinen starken Körpereinsatz, weshalb die Damen den Gegenspieler allenfalls etwas „schieben“ dürfen. Ziel des Spieles ist es, mehr Tore als die gegnerische Mannschaft zu erzielen.

Lacrossefeld der Männer



Herren-Lacrosse

Ausrüstung

Der Schläger

Der Lacrosseschläger (Stick) besteht aus Holz, laminiertem Holz oder synthetischem Material und hat ein geformtes, taschenartiges Netz (Pocket) am Kopfende. Der Stick muss eine Gesamtlänge von 102 bis 107 cm für Angreifer und Mittelfeldspieler aufweisen, während die Länge für Verteidiger zwischen 132 und 183 cm liegt. Der Schlägerkopf muss 17,5 bis 25,5 cm breit sein. Eine Tasche entspricht nicht den Regeln, wenn der oberste Punkt eines in der Tasche liegendem Balls unter der Unterkante des Schlägerkopfrahmens liegt.

Der Ball

Der Ball besteht aus Vollgummi und kann in offiziellen Spielen die Farben weiß, gelb oder orange haben. Der Ball hat einen Durchmesser von 60 bis 75 mm und wiegt 142 bis 149 Gramm.

Der Helm

Der Helm mit Schutzgitter wird über eine 4-Punkt-Befestigung, die von einem geformten Kinnstück ausgeht, gehalten und muss von allen Spielern getragen werden. Alle Helme und Schutzgitter sollten von der NOCSAE, der National Operating Committee on Standards for Athletic Equipment, zertifiziert sein. In Europa gekaufte Helme müssen zusätzlich eine CE-Zertifizierung haben. Das Tragen des Helmes ist Pflicht.

Die Handschuhe

Alle Spieler müssen Schutzhandschuhe tragen. Änderungen an den Handschuhen sind verboten.

Schutzausrüstung

In der Regel tragen die meisten Spieler Ellenbogenschützer, Schulterprotektoren und Mundschutz (alle drei sind Pflicht in US-Ligen). Weiterhin ist das Tragen eines Tiefschutzes und von Rippenprotektoren für alle Spieler empfehlenswert.

Team und Spieler

Eine Mannschaft besteht aus bis zu 23 Spielern (unter NCAA-Regeln beliebig viele). Während eines Spiels dürfen sich höchstens 10 (bei der Hallenvariante 6) Spieler gleichzeitig auf dem Spielfeld befinden. In der Regel bestehen diese aus 3 Angriff-Spielern, 3 Mittelfeld-Spielern, 3 Verteidigungs-Spielern und einem Torwart. Die Spieler dürfen nach Belieben zwischen den beiden Spielfeldseiten wechseln. Es muss lediglich beachtet werden, dass mindestens 3 Spieler einer Mannschaft auf der gegnerischen und 4 Spieler (inkl. Torwart) auf der eigenen Spielfeldseite vertreten sind (Abseitsregel), dabei ist die eigentliche Position nicht von Bedeutung. Geht z. B. ein Verteidiger oder der Torwart über die Mittellinie, so muss ein Mittelfeldspieler oder Angreifer zurückbleiben. Jedes Team muss mindestens einen Kapitän bestimmen, der kein Erkennungssymbol tragen muss. Das Auswechseln von Feldspielern ist nicht nur während Spielunterbrechungen möglich, sondern kann auch „fliegend“ erfolgen.

Positionen

Angreifer: Es stehen drei Angreifer auf einmal auf dem Feld. Dabei benutzen diese einen Shortstick, also den normalen Lacrosseschläger. Die Angreifer sollten über gute Schläger-Technik (stickskills) verfügen, da sie als Gegner größtenteils den Verteidiger haben. Des Weiteren sollten sie die Fertigkeit haben, das Spiel insgesamt zu überblicken und zu wissen, wo sich ihre Mitspieler befinden.

Mittelfeldspieler: Es stehen 3 Mittelfeldspieler zur gleichen Zeit auf dem Spielfeld. Sie werden in offensive und defensive Mittelfeldspieler unterschieden. Sie sind die bewegungsbelasteten Spieler auf dem Feld, was dazu führt, dass sie oft ausgewechselt werden. Die Mittelfeldspieler tragen den Ball in die gegnerische Zone und versuchen dort den Angriff aufzubauen. In der Verteidigung übernehmen sie meist die gegnerischen Mittelfeldspieler. Sie übernehmen zumeist den Face-off.

Fogo: (engl: Face-off, Get-off) ist ein Mittelfeldspieler, der nur beim Face-off eingesetzt wird, um diesen auszuführen. Er wird danach so schnell wie möglich ausgewechselt. Im amerikanischen College-Sport ist dieses weit verbreitet, in anderen Ligen ist es seltener, da hier die Face-off-Spezialisten ansonsten auch noch gute Spieler sind und man nicht über eine so große Auswahl an guten Ersatzspielern verfügt.

LSM: Ein Mittelfeldspieler kann einen langen Schläger erhalten (LSM = Long stick Middie). Dieses ist ein taktisches Manöver, um besser verteidigen zu können. Insgesamt dürfen sich nur bis zu vier lange Schläger pro Team gleichzeitig auf dem Feld befinden. Der LSM wird im Angriff meist gegen einen Mittelfeldspieler mit kurzem Schläger ersetzt. Trotzdem braucht er neben guten Abwehrfähigkeiten auch gute Stickbeherrschung, da er Konter laufen oder sich in den Angriff einbringen muss.

Verteidiger (Defense): Es gibt drei Verteidiger mit langen Schlägern (long sticks). Verteidiger benutzten ihren großen Schläger dafür, den Gegner in jeglichen Formen zu checken und somit Tore zu verhindern und einen Ballverlust des Gegners zu provozieren.

Torwart (Goalie): Die Aufgabe des Torwarts ist es, das eigene Tor zu schützen, also die gegnerischen Schüsse zu stoppen. Der Torwart ist für die Organisation der Verteidigung zuständig und unterstützt sie z. B. durch Ansagen der Ballposition. Der Torwart sollte eine gut hörbare Stimme haben, um seine Mitspieler korrekt koordinieren zu können. Des Weiteren sollte er über physische wie psychische Kraft und auch gute Reflexe verfügen, da er durch schnelle Bewegungen den Ball, der über 160 km/h schnell werden kann, verletzungsfrei stoppen können sollte.

Strafen

Strafen werden von den Schiedsrichtern ausgesprochen. Dabei wird zwischen technischen und persönlichen Fouls unterschieden. Die Strafe für ein technisches Foul ist entweder Ballbesitz für die gefoulte Mannschaft oder 30 s Zeitstrafe (wenn die gefoulte Mannschaft schon im Ballbesitz ist). Ein persönliches Foul zieht immer eine Zeitstrafe von 1, 2 oder 3 min nach sich. Es gilt der Grundsatz: „was legal beginnt, endet legal“. Das heißt, wenn ein Gegenspieler sich kurz vor dem Kontakt wegdreht und deswegen zum Beispiel von hinten geschubst wird, so ist dies kein Foul. Besonders schwere Fouls können auch mit dem Ausschluss eines Spielers vom Spiel geahndet werden. Dieser darf dann nach 3 min durch einen anderen Spieler der Mannschaft ersetzt werden. Hat ein Spieler 5 persönliche Fouls begangen, ist er Fouled Out, was einem Ausschluss des Spielers gleichkommt. Ein Spieler, der ein Ausschlussfoul begangen hat, wird in Deutschland im Unterschied zum Fouled Out für mindestens ein weiteres Spiel gesperrt.

Persönliche Regelverstöße im Herren-Lacrosse (Personal Fouls)

- Checken mit dem Schläger auf den Körper (Cross Checking): Wenn ein Spieler mit seinem Schläger den Körper des Gegenspielers angreift, müssen die Hände beim Check so eng zusammen genommen werden, dass der Gegner nicht durch den Schlägerschaft zwischen den Händen berührt werden kann.

- Illegaler Körper-Check (Illegal Body Check):

- Regelverstoß, wenn ein Gegenspieler angegriffen wird, obwohl er weder im Ballbesitz ist noch sich innerhalb von 4,57 m eines am Boden befindlichen Balles aufhält.

- Regelverstoß, wenn ein Check gegen einen ehemals ballführenden Gegenspieler, der den Ball bereits gepasst oder geschossen hat, vermeidbar gewesen wäre.

- Regelverstoß, wenn der Gegner von hinten oder unterhalb der Hüfte gescheckt wird.

- Regelverstoß, wenn der Check des Gegners oberhalb der Schultern erfolgt. Ein Körper-Check muss zwischen Schulter und Hüftbereich erfolgen und beide Hände müssen den Schlägerschaft umfassen.

- Illegales Schlagen (Slashing): Regelverstoß, wenn der Schläger des Spielers den Gegner hart oder vorsätzlich in einen Bereich außerhalb des Schlägers oder der Handschuhe trifft.

- Beinstellen (Tripping): Regelverstoß, wenn ein Spieler seinen Gegner durch Berührung mit jedwedem Körper- oder Ausrüstungsteil zum Stolpern oder Fallen bringt.

- Unnötige Härte (Unnecessary Roughness): Regelverstoß, wenn ein Spieler seinen Gegner mit übermäßiger bzw. unangemessener Härte trifft.

- Unsportliches Verhalten (Unsportsmanlike Conduct): Regelverstoß, wenn ein Spieler oder Trainer eine Handlung durchführt, die von einem Schiedsrichter als unsportlich erachtet wird, wie z. B. übermäßiges Diskutieren, Verspotten und obszöne Sprache oder Zeichen. Unsportliches Verhalten ist es auch, wenn ein Spieler einen nicht regelkonformen Schläger benutzt. Ein Schläger verstößt gegen die Regeln, wenn die Tasche zu tief ist oder andere Teile des Schlägers in regelwidriger Weise verändert wurden, um einen Vorteil zu erlangen.

Eine Besonderheit im Lacrosse stellen die Flaggen dar. Bleibt ein gefoulter Spieler im Ballbesitz, so unterbricht der Schiedsrichter das Spiel nicht, sondern wirft eine Flagge. Die Unterbrechung (durch Pfiff) erfolgt erst, wenn der Angriff abgeschlossen ist.

Technische Regelverstöße im Herren-Lacrosse (Technical Fouls)

- Eintritt in den Torkreis (Crease Violation): Regelverstoß, wenn ein Spieler der angreifenden Mannschaft den Kreis um das Tor (Crease) betritt oder ein balltragender Defensivspieler, inkl. des Torwarts, aus dem umliegenden Spielfeld in den eigenen Torkreis eintritt, ausgenommen, ein Foul führt zum Betreten des Kreises.

- Halten (Holding): Regelverstoß, wenn regelwidrig (z. B. durch Festhalten) die Bewegung des balltragenden Gegenspielers beeinträchtigt wird.

- Illegaler Block (Illegal Offensive Screening): Regelverstoß, wenn ein sich bewegender Offensivspieler einen (nicht direkt gegen ihn spielenden) Defensivspieler durch seinen Körper oder seine Ausrüstung berührt und dadurch diesen in seinen Bewegungen beeinträchtigt.

- Behinderung (Interfence): Regelverstoß, wenn ein Spieler die Bewegungsfreiheit seines Gegners in irgendeiner Weise beeinträchtigt, obwohl der Gegner nicht im Ballbesitz ist, noch sich innerhalb von 4,57 m eines in der Luft oder am Boden befindlichen Balles bewegt.

- Abseits (Offsides): Regelverstoß, wenn eine Mannschaft nicht mindestens 4 Spieler in der Verteidigungshälfte oder mindestens 3 Spieler in der Angriffshälfte des Spielfeldes hat.

- Schubsen (Pushing): Regelverstoß, wenn ein Spieler seinen Gegner von hinten stößt oder schiebt.

- Zeitschinden (Stalling): Regelverstoß, wenn eine Mannschaft absichtlich den Ball außerhalb der Angriffszone hält, ohne das Ziel zu haben, auf das gegnerische Tor zu spielen, und somit Zeit schindet. Dem Zeitschinden geht eine Warnung voraus, den Ball in die Angriffszone zu bringen und ihn dort zu halten (bring it in, keep it in).

- Spielverzögerung (Delay of Game): Regelverstoß, wenn eine Mannschaft den Wiederanpfiff unnötig hinauszögert, z. B. wenn ein Spieler den Ball wegwirft, eine Mannschaft nicht rechtzeitig die Face-off-Positionen einnimmt oder kein Spieler den Ball zum Wiederanpfiff aufnimmt.

Damen-Lacrosse

Ausrüstung 

Der Schläger 

Der Lacrosseschläger besteht aus Holz, laminiertem Holz oder synthetischen Material und hat ein geformtes, taschenartiges Netz, genannt Pocket (Tasche), an einem Ende. Der Schläger muss eine Gesamtlänge von 90-110 cm vorweisen. Der Kopf hat eine Breite zwischen 18 und 23 cm. Das Pocket der Damen wird aus Riemen und Bändern geflochten, da das von Männern verwendete Maschenmaterial (Mesh) nur für Torwarte und Herren erlaubt ist. Die Oberseite des Balls in der Tasche darf nicht tiefer als die Oberseite des Schlägerrahmens liegen.

Ball

Der Ball muss gelb und aus Vollgummi sein. Ein legaler Ball sollte einen Durchmesser von 60 bis 75 mm haben und zwischen 142 g und 149 g wiegen.

Mundschutz 

Der Mundschutz ist Pflichtausrüstung bei allen Spielerinnen.

Freiwillige Schutzausrüstung 

Eng anliegende Handschuhe und eine Schutzbrille dürfen von allen Spielerinnen getragen werden, sind aber keine Pflicht.

Teams und Spielerinnen

Während eines Spiels stehen zwölf Spielerinnen auf dem Feld. In der Regel bestehen diese aus drei Angriffs-Spielerinnen, fünf Mittelfeld-Spielerinnen, drei Verteidigungs-Spielerinnen und einem Goalkeeper. Wie bei den Männern dürfen die Mittelfeld-, Verteidigungs- und Angriffsspielerinnen beliebig die Positionen wechseln, jedoch dürfen zu jeder Zeit nicht mehr als acht Spielerinnen jeder Mannschaft in dem äußeren Drittel des Feldes, hinter der sogenannten Restraining Line, sein. Jedes Team hat einen oder mehr Captains, wie bei den Herren muss dieser kein Erkennungssymbol tragen. Feldspielerinnen dürfen laufend während eines Spiels ausgewechselt werden.

Regelverstöße

Grobe (Major) Fouls

- Blockieren (Blocking): Regelverstoß, wenn eine Verteidigerin sich einer ballführenden Angreiferin so in den Weg stellt, dass diese keine Chance hat auszuweichen und es zu einem Körperkontakt kommt.

- Anstürmen (Charging): Regelverstoß, wenn eine Spielerin sich in eine Gegnerin wirft, mit der Schulter rempelt, rückwärts in die Gegnerin hineinläuft oder diese mit Händen oder Körper stößt.

- Gefährlicher Schuss (Dangerous Shot): Regelverstoß, wenn eine Spielerin unkontrolliert in Richtung des Tores wirft und dabei Spielerin und/oder Torwart gefährdet.

- Fehlverhalten (Misconduct): Fehlverhalten liegt dann vor, wenn eine Spielerin in einer groben unsportlichen oder gefährlichen Weise spielt, ständig die Regeln bricht oder vorsätzlich die Sicherheit der gegnerischen Spielerinnen gefährdet.

- Unkontrolliertes Schlagen (Dangerous Check): Regelverstoß, wenn eine Spielerin ihren Schläger in Richtung der Gegnerin schwingt und dadurch vorsätzlich die Sicherheit der Gegnerin gefährdet, unabhängig davon ob sie den Schläger oder den Körper der Spielerin trifft.

- Hindernis im Freiraum (Obstruction of Free Space): Regelverstoß, wenn eine Verteidigerin ihre (nicht ballführende) Gegnerin nicht eng genug deckt und dadurch der ballführenden Angreiferin im Weg zum Tor steht. Diese Regel wird nur angewendet, wenn die Angreiferin die Möglichkeit zum Torschuss hat und sucht.

- Drei Sekunden Regel (Three Seconds): Eine Verteidigerin darf nicht länger als drei Sekunden im 11 m Halbkreis vor dem Tor stehen, es sei denn, sie deckt eine Gegnerin mit maximal einem Meter Abstand.

Geringfügige (Minor) Fouls im Damen-Lacrosse

- Ball am Körper (Body Ball): Ein Ball, der vom Körper abprallt und der Spielerin oder ihrer Mannschaft einen Vorteil verschafft.

- Torkreis-Regelverstöße: Regelverstoß, wenn irgendein Körperteil oder Schläger einer beliebigen Spielerin (Angriff, Verteidigung oder Mittelfeld) mit Ausnahme des Torwarts oder ihrer Stellvertreterin in den Torkreis eintrifft.

- Illegale Abwehr (Warding off): Regelverstoß, wenn eine Spielerin einem am Boden liegendem Ball mit dem Fuß oder Schläger einklemmt, eine Hand vom Schläger nimmt und ihren freien Arm zur Abwehr der Gegnerin nutzt.

- Checken einer Schlägerin ohne Ball (Empty Crosse Check): Eine Spielerin darf eine gegnerische Schlägerin nicht checken, wenn diese nicht ballführend ist.

Positionen

Angriff

First Home: Die Aufgabe der First-Home-Spielerin ist es, Tore zu schießen. Die Spielerin ist direkt vor dem Tor positioniert und muss ständig versuchen, sich vor dem Tor freizulaufen oder sich vom Tor weg zu bewegen um anderen Spielerinnen Platz zu machen. Die First-Home-Spielerin sollte über sehr gute Ball- und Schlägerkontrolle verfügen.

Second Home: Die Second-Home-Spielerin unterstützt die First-Home-Spielerin. Die Spielerin sollte in der Lage sein, hart und präzise aus jedem Winkel zu schießen.

Third Home: Die Aufgabe der Third-Home-Spielerin ist es, den Ball aus der Verteidigung in den Angriff zu passen oder zu tragen. Sie sollte in der Lage sein, präzise Pässe zu spielen und in die Flügel nachzurücken.

Mittelfeld

Attack Wings: Die Aufgabe der Flügelspielerinnen ist es, den Ball aus der Verteidigung in den Angriff zu tragen. Sie sollten schnell sein, über eine gute Ausdauer verfügen und bei einem Ballgewinn der eigenen Verteidigung anspielbereit sein, um den Ball nach vorne zu tragen oder zu passen.

Center: Die Aufgabe der Center-Spielerin ist es, den "Draw" durchzuführen (ein Manöver, bei dem zu Spielbeginn oder nach Toren der Ball zwischen Schläger zweier Spielerinnen gelegt wird), sowie Verteidigung und Angriff spielen. Sie muss sehr schnell sein.

Defense Wing: Die verteidigenden Flügelspielerinnen decken die angreifenden Flügelspielerinnen und bringen den Ball in die Angriffszone. Sie sollten über Schnelligkeit und Ausdauer verfügen.

Verteidigung 

Point: Die Point-Spielerin ist die letzte Instanz vor dem Torwart, sie spielt meistens eine Crease Defense. Sie deckt die First-Home-Spielerin der Gegenmannschaft und sollte in der Lage sein, mit dem Schläger zu checken sowie Pässe abzufangen.

Coverpoint: Die Coverpoint-Spielerin deckt die Second-Home-Spielerin. Sie sollte für in der Verteidigung gewonnene Bälle anspielbereit sein, schnell laufen können und gute Beinarbeit vorweisen.

Third Man: Die Third-Man-Spielerin deckt die Second-Home-Spielerin. Sie muss Pässe abfangen, den Ball aus der Verteidigung in den Angriff tragen oder passen und schnell laufen können sowie eine gute Beinarbeit aufweisen.

Goalkeeper: Der Torwart steht im Tor und "schützt" es somit. Die Spielerin sollte über gute Ball- und Schlägerkontrolle, Mut und Selbstvertrauen sowie schnelle Reflexe verfügen.

Schiedsrichter

In der Regel stehen vier Schiedsrichter auf und neben dem Platz. Sie werden in einen Haupt-Schiedsrichter, zwei weitere Feldschiedsrichter und einem CBO (Bankschiedsrichter) eingeteilt. Die Schiedsrichter haben Kontrolle über die Spieler und Trainer. Alle vier achten auf Sicherheitsrisiken und Regelverstöße und dürfen pfeifen. Dabei ist der CBO aber eingeschränkt: er achtet lediglich auf die Strafzeiten, Wechselfehler und unterstützt bei der Überwachung der Abseitsregeln. Er darf bei anderen Verstößen, die ihm auffallen, nicht pfeifen, aber die anderen Schiedsrichter informieren. Ein fünfter Schiedsrichter wird oft als Ersatzschiedsrichter eingesetzt. Dieser nennt sich Bankmanager (BM) und unterstützt den CBO, darf aber keine Regelverstöße ahnden. Neben den Schiedsrichtern gibt es die Zeitnehmer und Anschreiber, die einerseits die Spielzeit und die Strafzeiten stoppen, andererseits die Tore mit ihren Assists aufschreiben.

Organisation

Auf internationaler Ebene steht die Dachorganisation Federation of International Lacrosse (FIL) für Männer- und Frauen Lacrosse. Diese richtet im vierjährigen Rhythmus eine Lacrosse-Weltmeisterschaft jeweils für Männer oder Frauen (zeitversetzt) aus. Der FIL gehören 27 nationale Verbände an. Trotz seiner olympischen Vergangenheit gehört Lacrosse nicht mehr zu den vom IOC anerkannten Sportarten, die FIL ist auch nicht Mitglied des Weltsportdachverbandes Sportaccord. Auch die meisten nationalen Lacrosse-Organisationen gehören nicht den jeweiligen Sport-Dachverbänden an.

Einzelne Länder

Deutschland

Nach Deutschland gelangte Lacrosse erst 1993, als Austauschschüler aus den USA in Berlin und München Vereine gründeten. Mittlerweile gibt es drei Herrenligen, vier Damenligen und zwei Juniorenligen, die unter dem Dachverband, dem Deutschen Lacrosse Verband (DLaxV), organisiert sind. 2014/2015 spielen folgende Herren-Teams im Ligabetrieb:

Die Bundesliga Nord/Ost umfasst den regulären Spielbetrieb im Norden und Osten Deutschlands und teilt sich in die 1. Bundesliga Nord/Ost, die 2. Bundesliga Nord und die 2. Bundesliga Ost auf. In der 1. Bundesliga Nord/Ost treten sechs Mannschaften an. Diese sind der DHC Hannover A, der Braunschweiger THC, die BTG Bielefeld Hawks, die HTHC Hamburg Warriors A, der Berliner Hockey Club A und der SCC Blax A. In der 2. Bundesliga Nord spielen der Lacrosse Club Kiel, die Bremen Likedeelers, die HTHC Hamburg Warriors B, der DHC Hannover B, die East Coast Shellbacks (Spielgemeinschaft aus Lübeck und Rostock) und die Göttingen Grasshoppers. In der 2. Bundesliga Ost spielen Victoria Lacrosse Berlin, der Berliner Hockey Club B, der SCC Blax, die Dresden Braves, die Weimar Wookies, die Spielgemeinschaft SG Cottbus Halle Leipzig A & B.

In der 1. Bundesliga West spielen folgende fünf Mannschaften: Aachen Lacrosse, SC 1880 Frankfurt Lacrosse, Schwarz-Weiß Köln Lacrosse A, Düsseldorfer SC 99 und Mainz Musketeers. Die 2. Bundesliga West wird gebildet von den Marburg Saints, den Kaiserslautern Lumberjacks Lacrosse, den Münster Mohawks, den Kassel Raccoons, Schwarz-Weiß Köln Lacrosse B, der Spielgemeinschaft Essen/Duisburg (bestehend aus den Ruhrpott Pirates Lacrosse und den Duisburg Steelers) und der Spielgemeinschaft Dortmund/Paderborn (bestehend aus den Dortmund Wolverines und den Paderborn Hornets).

Die Bundesliga Süd besteht aus der 1. Bundesliga Süd und den Landesligen Bayern und Baden-Württemberg: In der 1. Bundesliga Süd spielen HLC Rot-Weiß München A, ABV Stuttgart A, Karlsruhe Storm KIT SC 2010 A, der FT Würzburg, die Erlangen Tribesmen und die Konstanz Seagulls. Die Landesliga Baden-Württemberg wird gebildet von folgenden Mannschaften: Spielgemeinschaft Mannheim/Heidelberg, Zeppelin Lacrosse Friedrichshafen, Tübingen Lacrosse, ABV Stuttgart B, Freiburg und Karlsruhe Storm Lacrosse B. Die Landesliga Bayern wird gebildet von folgenden Mannschaften: HLC Rot-Weiß München B & C, Spielgemeinschaft Regensburg/Passau, Spielgemeinschaft Ingolstadt/Nürnberg und Rosenheim.[4]

Die ersten vier der 1. Bundesliga Nord/Ost und die jeweils ersten zwei aus der 1. Bundesliga West und der 1. Bundesliga Süd kommen in die Playoffs, in denen die besten vier in einer sogenannten „Double elimination-Runde“ ermittelt werden. Die besten vier spielen dann die deutsche Meisterschaft im K.-o.-System aus.

Damen-Liga:

Die Damen-Bundesliga Nord teilt sich in die 1. Bundesliga Nord, in der die HTHC Hamburg Warriors A, Bielefeld TG Hawks, DHC Hannover A, ATS Buntentor Bremen und HTHC Black Pearls spielen, und in die 2. Bundesliga Nord, wo die Mannschaften vom Lacrosse Club Kiel, der Spielgemeinschaft Lübeck/Rostock und die B-Mannschaften von den HTHC Hamburg-Warriors und dem DHC Hannover spielen.

In der Damen-Bundesliga Ost spielen zwei Teams des SCC Blax, Victoria Lacrosse, die Dresden Braves und die Spielergemeinschaft aus Cottbus, Leipzig, Weimar und Halle.

In der 1. Damen-Bundesliga West spielen SC 1880 Frankfurt Lacrosse, Münster Mohawks, die Düsseldorf Hirschkühe, die Mainz Musketeers und die Cologne Indians. In der 2. Bundesliga West treten die Mannschaft DoPa Donkeys und die Spielegemeinschaften Köln/Bonn/Aachen, Kassel/Osnabrück/Essen und Marburg/Göttingen gegeneinander an.

In der 1. Damen-Bundesliga Süd spielen HLC Rot-Weiß München A, Lacrosse Verein Heidelberg, Karlsruhe Storm, Würzburg Lacrosse und ABV Stuttgart Lacrosse. In der 2. Bundesliga Süd sind HLC Rot-Weiß München B, Kaisar, Tübingen und die Spielgemeinschaften Passau/Friedrichshafen/Nürnberg/Regensburg und Freiburg/Konstanz/Mannheim.

Junioren: Seit 2007 gibt es eine Juniorenliga in Deutschland, die DLaxV-Juniorenliga. In ihr spielen: HTHC Tomahwaks, Düsseldorfer SC 99 Antlers, Bruessel Lacrosse, Stuttgart Lacrosse, SC 1880 Frankfurt Lacrosse, Schwarz-Weiß Köln Lacrosse, Berliner Hockey Club, DHC Hannover und der Südmix, HTHC Hamburg Warriors.

Österreich

Bereits im Jahre 2001 wurde der Grundstein für Lacrosse in Österreich durch die Gründung der Salzburg Arizonas gelegt. Vier Jahre später, am 10. November 2005 wurde der Österreichische Lacrosse Verband (ÖLaxV) gegründet. Bereits 1 Jahr nach der Gründung wurde mit der Ausrichtung der Österreichischen Lacrosse Liga (ÖLL) begonnen, an der auch Teams aus den Nachbarländern Österreichs teilnehmen. Um Spielerinnen und Spieler zu rekrutieren begann man bereits 2005 mit der Rekrutierung über Lacrosse-Kurse auf den Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck.

In der ALL befanden sich 2012 folgende Herrenmannschaften: Vienna Monarchs, Graz Gladiators, Vienna White Coats, Carinthian Celtics sowie als Gastteams aus Ungarn Budapest Blax. Die burgenländische Mannschaft der Eisenstadt Steelers befindet sich ebenso wie das Waldviertel Lacrosse Team und die Innsbruck Eagles im Aufbau. Die Damenmeisterschaft wird bestritten von den Graz Gladiators, den Vienna Monarchs und Vienna Cherokees sowie den Bratislava Tricksters aus der Slowakei.

Schweiz

Die Herzogenbuchsee Iroquois Lacrosse, Wettingen Wild Lacrosse, Bern Titans, Zürich Lions Lacrosse, der St. Gallen Sunnyboys Lacrosse Club, die Basel Spartans und das Mixed-Team aus Fribourg/Olten/Luzern (ab der Saison 2011 spielen die Olten Saints, Lynx Lacrosse Luzern und die Freiburger Skunks separat) und Wizards Sports aus Winterthur sind im Schweizerischen Lacrosse-Verband (SwissLaxV) organisiert. Auf die Saison 2010 trennen sich die Fribourg Skunks vom Mixed-Team und der KSC Chur tritt dem SwissLaxV bei. In der dritten Saison nach 2008 und 2009 kämpfen 9 Teams um den Schweizermeistertitel, nachdem in den ersten beiden Jahren die Zürich Lions den Titel holten. Der SwissLaxV ist Mitglied in der European Lacrosse Federation (ELF) und der Federation of International Lacrosse (FIL). Der SwissLaxV fördert die Verbreitung von Feld-Lacrosse in der Schweiz und entsendet die Nationalmannschaft zu den internationalen Lacrosse-Wettkämpfen der ELF und der FIL.

Der Schweizer Lacrosse und Intercrosse Verband (SLIV) befindet sich zurzeit im Aufbau. Im Moment gibt es fünf Mannschaften im SLIV: Blackhawks Kriens (hat sich aufgelöst), Red Monkeys Rothenburg (hat sich aufgelöst), Green Buzzard Rickenbach, Hurricanes Herzogenbuchsee und Aquillas Basel. Einmal im Jahr finden die Swiss Games statt.

Kanada

Lacrosse ist neben Eishockey Nationalsport in Kanada (in der Zuschauergunst höher steht allerdings Canadian Football). Seit der Gründung des Landes war der Sport offizieller Nationalsport, bis die Regierung einen Gesetzesentwurf vorlegte, in dem Eishockey zum Nationalsport erklärt wurde. 1994 erhoben Interessenvertreter der First Nations Einwand gegen diesen Gesetzesentwurf. Sie argumentierten, dadurch würde die kulturelle und historische Bedeutung von Lacrosse verloren gehen. Seit dem 12. Mai 1994 gilt Lacrosse als offizielle Sommer-Nationalsportart und Hockey als offizielle Winter-Nationalsportart. Der Spielbetrieb des Frauen-, Männer-, Jungen- und Mädchenlacrosse wird von der Canadian Lacrosse Association organisiert. Die nationale Meisterschaft der Männer wird als Ross Cup und die der Frauen als Robertson Cup bezeichnet. Die Männer-Nationalmannschaft gewann bisher dreimal die Weltmeisterschaft.

Größeren Zuspruch als die Feld-Variante findet die Indoor-Variante Boxlacrosse. Diese Spiele werden in Eishockeystadien, deren Eisflächen abgetaut oder mit Kunstrasen bedeckt worden, ausgetragen. Das bedeutendste Turnier ist die National Lacrosse League, an dem sowohl Mannschaften aus den USA und Kanada teilnehmen. Herausragende Spieler der Feld- und Indoor-Variante werden in die Canadian Lacrosse Hall of Fame aufgenommen.

Quelle: Wikipedia.de

 

Tennis

Kategorie: Inhalt
Veröffentlicht am 07. September 2015
Geschrieben von Web-Sebi Zugriffe: 24636

TENNIS BEIM RHTC


Zu unserem Vereinsgelände gehören zwei Tennisplätze, die inzwischen wieder mehr genutzt werden. Es ist ratsam, einen Platz zu reservieren, indem man sein Namensschild an der dafür vorgesehenen Tafel anbringt. Wer noch kein Namensschild hat, kann dies durch Eintrag in einer Liste, die im Vereinshäuschen aufliegt, anfordern. Bringt ein Vereinsmitglied einen Gast zum Tennisspielen mit, so muss für diesen eine Gastgebühr von 5 € entrichtet werden. Dafür ist ein Kästchen hinter der Theke und eine Liste im Vereinshäuschen vorgesehen. Einen entsprechenden Hinweis finden Sie auch im Aushängekasten. Schilder mit der Aufschrift „Gast“ sind an der Platzreservierungstafel vorhanden.
Für den Zugang zu den Plätzen und zum Vereinshäuschen braucht man einen Schlüssel, der gegen 10 € Pfand erhältlich ist. Wenden Sie sich an Arnold Wagner

(E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,

Handynummer: 0151 26174765).

Der Regensburger Tennisclub (RTK), der sich in unserer Nachbarschaft befindet, darf unsere Plätze gegen ein Entgelt mit benutzen, solange sie nicht von Mitgliedern des RHTC beansprucht werden. Unsere Vereinsmitglieder haben in jedem Fall Vorrang.

Viel Spaß beim Tennis!


gez. Arnold Wagner, Kassier